Babytragen - Ratgeber
Welche Babytrage ist die beste für mein Baby und mich?
Das ist wohl eine der meistgestellten Fragen von Eltern, die wir hören. Grundsätzlich gilt: Die beste Babytrage, im objektiven Sinn, gibt es nicht. Sehr wohl aber gibt es eine Babytrage, die am besten zu dir und deinem Baby passen wird – und die gilt es nun herauszufinden.
Unser Online-Babytragen-Berater soll dir helfen, die perfekte Babytrage oder Tragetuch von manduca® zu finden, die wirklich zu dir passt.
Deswegen formulieren wir die Frage nochmal um: Wir stellen dir im Folgenden einige Fragen, so wie es eine gute Verkäuferin im Babyladen oder auch eine Trageberaterin im Einzelgespräch tun würde. Am Schluss wirst du selbst hoffentlich zu einer Entscheidung gekommen sein, welche Babytrage oder welches Tragetuch das beste für dich ist.
Damit Tragen für dich und dein Baby sicher und bequem ist, helfen diese Grundregeln:
- M-Position sicherstellen: Beinchen angehockt und leicht gespreizt, Knie etwa auf Bauchnabelhöhe. Der Steg sollte von Kniekehle zu Kniekehle stützen. Wenn nötig, die Knie nach dem Einsetzen sanft etwas anheben, bis der Po tief sitzt.
- Rücken und Kopf gut stützen: Besonders bei Neugeborenen: Rücken stabil und rund gestützt, Kopf/Nacken abgesichert. Das Gesicht bleibt immer frei und sichtbar – Atemwege haben Priorität.
- Trage korrekt einstellen: Hüftgurt fest und bequem, Schultergurte straff, ohne einzuschneiden. Baby sitzt eng am Körper und kippt beim Vorbeugen nicht weg.
- Richtige Tragehöhe: Köpfchen auf „Kuss-Höhe“ (du kommst leicht mit dem Kinn ran). Zu tiefes Tragen kann für dich unangenehm sein und fürs Baby weniger ergonomisch.
- Trageposition passend wählen: In den ersten Monaten am besten vor dem Bauch (oder auf der Hüfte) und mit dem Gesicht zu dir. Vorwärts gerichtet tragen ist anfangs meist nicht ideal.
- Pausen und Signale beachten: Es gibt keine feste Zeitgrenze – wichtig ist, dass dein Baby bequem ist. Wird es unruhig, kann eine Pause zum Strecken und Strampeln helfen.
- Temperatur im Blick behalten: Tragebabys werden durch Körperwärme mitgewärmt. Lieber etwas leichter anziehen als im Kinderwagen. Im Nacken checken, ob dein Baby schwitzt oder friert.
- Auch an dich denken: Wechsle bei Bedarf Seite und Trageweise (z. B. Bauch/Hüfte/später Rücken), um einseitige Belastung zu vermeiden. Mach Pausen, wenn du Verspannung spürst.
Das Babytragetuch:
Ein Tragetuch ist am flexibelsten von allen Tragehilfen und bietet die meisten Tragemöglichkeiten. Es kann exakt an die Größe deines Babys angepasst werden und besteht aus einem 4-6 Meter langen Stück Tuch, das um dich und dein Baby herumgebunden wird. Dafür musst du dir etwas Zeit nehmen und das Binden lernen. Das geht mit etwas Übung ganz schnell.
Ein Nachteil, vor allem bei schlechtem Wetter, ist dass die langen Enden des Tragetuchs zunächst auf den Boden hängen, bis du fertig gebunden hast.
Tipp: Bei elastischen Tragetüchern wie der manduca Sling gibt es auch eine vorgebundene Trageweise, sodass du das Tuch auch ohne Baby darin wie ein T-Shirt einfach angezogen lassen kannst, wenn du unterwegs bist.
Die Babytrage:
Eine Babytrage ist eine bereits mehr oder weniger vorgeformte Tragehilfe, die aus einem (gepolstertem) Hüftgurt, einem Rückenteil oder Beutel fürs Baby, und zwei (gepolsterten) Schultergurten besteht und mit Schnallen geschlossen wird. Sie wird manchmal auch als Rucksack-Trage oder Baby-Rucksack bezeichnet. Seit einiger Zeit hört man auch die Bezeichnung Full-Buckle-Babycarrier oder eingedeutscht „Vollschnallen-Tragen“, den übrigens auch Stiftung Warentest in ihrem letzten Test übernommen hat.
FunFact: Wir von manduca nennen diese Tragen „Komforttragen“ und verwenden diesen Begriff schon seit 2007. Denn Komforttragen wie die manduca XT garantieren wie ein hochwertiger Outdoor-Rucksack optimalen Komfort, beste Gewichtsverteilung und ermüdungsfreies Tragen auch über Stunden, und ohne Rückenschmerzen für die Eltern.
Das Anlegen von Babytragen ist recht einfach im Vergleich zu Babytragetüchern: Zunächst wird der Hüftgurt der Babytrage geschlossen, anschließend das Baby in die Trage gesetzt und zuletzt die Schultergurte übergestreift und geschlossen. Ein Vorteil ist vor allem bei schlechtem Wetter, dass die geschlossenen Schultergurte beim Anlegen den Boden nicht berühren.
Die Hybrid-Trage:
Und dann gibt es noch die Hybrid-Tragen, die Elemente des Tragetuchs und der Babytrage kombinieren. Hybridtragen haben einen leicht gepolstertem Hüft- oder Taillengurt, ein tuchähnliches Rückenteil oder vorgeformten Beutel fürs Baby, und anstelle gepolsterter Schultergurte zwei Schulterbahnen (oftmals aus Tragetuchstoff), die wie beim Tragetuch mit einem Knoten geschlossen werden.
FunFact: Wenn sowohl Taillengurt als auch Schulterbahnen komplett aus (ungepolstertem) Stoff bestehen und jeweils mit einem Knoten geschlossen werden, spricht man von einer klassischen Mei Tai oder Meh Dai. Diese Tragen sind typisch für die asiatische Tragekultur und seit Jahrhunderten überliefert. Klassische, traditionelle Mei Tais finden sich kaum noch in modernen westlichen Kulturen, auch wenn der Name gerne für „ähnliche“ Tragen verwendet und beworben wird.
Moderne Hybridtragen mischen Schnallen und Knoten, gepolsterte und ungepolsterte Stoffbereiche. Sie werden oft als Half-Buckle-Tragen bezeichnet, weil der Taillengurt mit Schnalle kommt, während die Schulterbahnen zum Binden sind und mit einem Knoten verschlossen werden.
Auch die Bezeichnung WrapCon (Wrap Conversion) wird immer häufiger verwendet.
Der Vorteil von Hybrid-Tragen ist die Kombination des Besten aus zwei Welten: Der Taillengurt wird wie bei einer Komforttrage schnell und praktisch mit einer Schnalle geschlossen und schon ohne Baby angelegt. Rückenteil und Schulterbahnen aus Stoff dagegen, werden wie bei einem Tragetuch um dich und das Baby gewickelt und können millimetergenau und flexibel an die Größe von Baby und Tragenden angepasst werden.
Bist du eher der Typ Tragetuch? Dann schau dir doch mal unsere manduca Sling an.
Bist du eher der Typ Babytrage? Dann ist die manduca XT das Richtige für dich.
Die M-Position (auch Anhock-Spreiz-Haltung genannt) ist die natürliche, ergonomische Haltung deines Babys in der Trage. Dabei sind die Beinchen angehockt und leicht gespreizt – von der Seite entsteht die typische „M“-Form.
- Knie höher als der Po: Die Knie liegen etwa auf Höhe des Bauchnabels oder etwas darüber.
- Oberschenkel gespreizt: Die Oberschenkel zeigen nach außen (ca. 90–110°).
- Ergonomisches Sitzen: Das Baby sitzt tief im Tragetuch bzw. in der Trage – wie in einer bequemen Sitz-Hock-Stellung.
Neben den Beinen profitieren auch Becken und Rücken:
- Becken leicht gekippt: Das Becken kippt sanft nach vorne.
- Runder Rücken: Der Rücken bleibt in einer altersgerechten C-Krümmung (besonders wichtig bei Neugeborenen).
- Entlastung beim Tragen: Die Haltung unterstützt die natürliche Rundung und kann den Rücken beim Tragen entlasten.
Die M-Position (Anhock-Spreiz-Haltung) unterstützt dein Baby körperlich und emotional. Hier die wichtigsten Vorteile kurz zusammengefasst:
- Optimale Hüftentwicklung: Die Hüfte bleibt in einer natürlichen, ergonomischen Stellung. Das kann die gesunde Entwicklung der Hüftgelenke unterstützen und das Risiko für Hüftprobleme reduzieren.
- Entlastung für Rücken und Wirbelsäule: Der Rücken bleibt leicht gerundet (altersgerecht). Das unterstützt eine natürliche Haltung, ohne unnötigen Druck auf die Wirbelsäule.
- Mehr Komfort und Geborgenheit: Dein Baby sitzt bequem, ist nah bei dir und spürt Wärme, Stimme und Herzschlag – das beruhigt und hilft vielen Babys beim Einschlafen.
- Bindung und Entwicklung: Tragen fördert Nähe und kann die Bindung stärken. Gleichzeitig erlebt dein Baby deine Bewegungen mit, was Orientierung und Gleichgewichtssinn unterstützen kann.
Insgesamt ist die M-Position eine bewährte, ergonomische Tragehaltung – für einen sicheren, bequemen und körpernahen Alltag.
Gute Babytragen und Tragetücher sind so gemacht, dass sie die M-Position (Anhock-Spreiz-Haltung) automatisch unterstützen. Bei Manduca ist diese Haltung ein zentrales Prinzip: Das Baby soll in jeder Trageweise ergonomisch sitzen.
So unterstützen Manduca-Tragen die M-Position
- Steg von Kniekehle zu Kniekehle: Der Stoff/Gurt verläuft unter dem Po von Kniekehle zu Kniekehle – so bleiben die Beinchen angehockt und leicht gespreizt.
- Tiefes Sitzen: Der Po sitzt tiefer als die Knie – das ergibt die typische „M“-Form.
- Passend ab Geburt: Mit integrierten Anpassungen (z. B. Sitzverkleinerung) kann die M-Position auch bei Neugeborenen unterstützt werden.
- Optionale Verkleinerung: Bei sehr zarten Babys kann der Steg zusätzlich verkleinert werden, damit nichts überdehnt wird.
So unterstützen Tragetücher die M-Position
- Sitzbeutel-Effekt: Richtig gebunden entsteht ein „Sitz“, in dem das Baby automatisch tief sitzt und die Beine angehockt bleiben.
- Gute Stütze: Das Tuch stützt Rücken und Po rundum – wichtig für eine entspannte Haltung.
- Einfach für Einsteiger: Elastische Tücher lassen sich oft vorbinden und passen sich beim Einsetzen dem Baby gut an.
Tipps, damit die Position wirklich stimmt
- Knie sanft anheben: Nach dem Anlegen die Knie vorsichtig etwas nach oben schieben – so wird der Rücken runder und die M-Position stabiler.
- Im Spiegel prüfen: Rücken gerundet, Po tief, Knie höher als der Po, Baby nah am Körper – dann passt es.
- Baby hoch tragen: Das Köpfchen sollte so hoch sein, dass du es leicht küssen kannst („Kuss-Test“).
- Sicherer Sitz: Baby sitzt eng am Körper, Atemwege sind frei (Kinn nicht auf die Brust gedrückt).
Wenn Trage oder Tuch korrekt angelegt sind, unterstützt die Konstruktion die M-Position zuverlässig – und du kannst dein Baby sicher und bequem nah bei dir tragen.
Planst du nur eine einzige Tragehilfe für die gesamte Tragezeit? Oder eher zwei verschiedene? Eine Trage für dein ganz Neugeborenes und eine für später, wenn dein Kind wächst?
Wenn du nur eine einzige Babytrage in deinem Leben kaufen möchtest, ist unser Bestseller, die Universal-Trage manduca XT das Richtige für dich.
Die Vorteile: Sie wächst stufenlos mit in Breite und Höhe, hat wie alle Komforttragen einen gut gepolsterten Hüftgurt und weich gepolsterte Schultergurte. Die manduca XT ist als Bauchtrage, Rückentrage und Hüfttrage verwendbar und hat sämtliches Zubehör bereits integriert. Der einzige Nachteil: Sie ist nicht ganz günstig und etwas höher im Preis als all unsere anderen Babytragen.
Wenn du überlegst, dir zwei Tragehilfen passend zum Alter deines Babys anzuschaffen oder nicht sicher bist, ob du überhaupt länger als 9 Monate tragen möchtest, empfehlen wir dir als Einsteigermodell speziell für Neugeborene das elastische Tragetuch manduca Sling.
Wie stehst du zum Tragen auf dem Rücken?
Wenn du glaubst, dass du eh niemals auf dem Rücken tragen wirst und die Babytrage nur als Bauchtrage nutzen möchtest, kannst du das natürlich mit all unseren manduca Babytragen und Tragetüchern.
Besonders kuschelig vor dem Bauch ist die manduca Sling.
Und auch von der Preisklasse her wirklich erschwinglich. So schonst du deinen Geldbeutel und kannst später immer noch Umsteigen auf eine super Rückentrage wie die manduca XT, wenn du Gefallen am Tragen gefunden hast.
Wenn du aber jetzt schon sagst, ich möchte unbedingt auch auf dem Rücken tragen, dann habe ich die Hände vorne frei und außerdem ist das besser für meinen eigenen Rücken (und Beckenboden 😊), können wir nur zustimmen.
Hier empfehlen wir...
• fürs frühe Tragen von kleinen Babys vor allem die manduca Sling.
• fürs Tragen von schweren Babys und Kleinkindern die manduca XT.
Mein Baby ist jetzt schon 5 Monate alt. Lohnt sich denn die Anschaffung einer neuen Trage noch und wenn ja welche?
Ja natürlich lohnt sich das noch!
In diesem Fall ist die manduca First die beste Option für dich, die ihre Stärken insbesondere als Rückentrage zeigt und etwas günstiger ist als die manduca XT ist.
Mit dem optionalen Zubehör manduca EXTEND kannst du die fixe Stegbreite der First später noch erweitern, wenn dein Kind schon über 15 Monate als ist oder sehr lange Oberschenkel hat.
Oder du gönnst dir gleich die manduca XT.